MMAI® zertifiziert · EU AI Act konform · seit 2022
Was ist ein KI-Beauftragter? Aufgaben, Pflichten & Rolle im Unternehmen
Ein KI-Beauftragter (auch AI Officer oder KI-Verantwortlicher) ist die Person im Unternehmen, die den Einsatz von Künstlicher Intelligenz koordiniert, dokumentiert und absichert – rechtlich, organisatorisch und technisch. Diese Seite erklärt die Rolle im Detail und zeigt, wie Sie die Position nach EU AI Act aufsetzen.
⚡ Antwort innerhalb 24h · Kostenloses Erstgespräch · Über 500 geschulte Teilnehmer:innen
MMAI® zertifiziert
EU AI Act konform
Mit Zertifikat
Inhouse · Online · Hybrid
Dauer
1 Tag (8 Stunden) – Halbtages- und 2-Tages-Format möglich
Format
Inhouse, Online (Zoom/Teams) oder Hybrid
Zertifikat
Teilnahmezertifikat – ausgestellt durch MMAI® zertifizierten KI-Trainer
Sprache
Deutsch / Englisch
Inhalte
Was Sie und Ihr Team mitnehmen
01
Definition: Was ist ein KI-Beauftragter?
Ein KI-Beauftragter ist die zentrale Ansprechperson für alle Themen rund um Künstliche Intelligenz im Unternehmen. Die Rolle ist vergleichbar mit einem Datenschutzbeauftragten – nur eben für KI-Systeme. Der KI-Beauftragte sorgt dafür, dass ChatGPT, Microsoft Copilot, Google Gemini, Claude und andere KI-Tools im Unternehmen rechtssicher, datenschutzkonform und produktiv eingesetzt werden. Anders als der Datenschutzbeauftragte ist die Rolle des KI-Beauftragten nach dem EU AI Act (Verordnung 2024/1689) zwar nicht formal benannt, aber faktisch unverzichtbar: Wer die Pflichten aus Art. 4 (AI Literacy), Art. 5 (verbotene Praktiken), Art. 6 ff. (Hochrisiko-Systeme) und Art. 50 (Transparenzpflichten) im Tagesgeschäft umsetzen will, braucht eine verantwortliche Person. In der Praxis übernehmen kleinere Unternehmen die Rolle als Teilfunktion (z. B. IT-Leitung + KI-Beauftragter), Mittelständler ab ca. 100 Mitarbeitenden besetzen die Position dediziert. Synonyme Begriffe sind AI Officer, Chief AI Officer (CAIO), KI-Verantwortlicher, KI-Manager oder KI-Koordinator.
02
Aufgaben eines KI-Beauftragten im Überblick
Die Aufgaben eines KI-Beauftragten lassen sich in fünf Bereiche gliedern: 1) Governance & Richtlinien – Erstellung einer internen KI-Richtlinie, die regelt, welche Tools mit welchen Daten genutzt werden dürfen. 2) Tool-Auswahl & Freigaben – Bewertung neuer KI-Tools, Freigabeprozesse, Lizenzmanagement, Verhandlung mit Anbietern (insbesondere Auftragsverarbeitungs-Verträge / AVV). 3) Schulung & AI Literacy – Sicherstellung, dass alle Mitarbeitenden, die mit KI arbeiten, ein angemessenes Kompetenzniveau erreichen (Art. 4 EU AI Act). 4) Risiko- & Compliance-Management – Identifikation von Hochrisiko-Anwendungen, Dokumentation der eingesetzten Systeme, Schnittstelle zum Datenschutzbeauftragten und zur Geschäftsführung. 5) Kommunikation & Transparenz – Information der Belegschaft, des Betriebsrats und ggf. von Kund:innen über den KI-Einsatz (Art. 50 Transparenzpflichten). Der KI-Beauftragte ist damit keine reine IT-Rolle, sondern eine Querschnittsfunktion zwischen Recht, IT, HR, Datenschutz und Geschäftsführung.
Interne KI-Richtlinie aufsetzen und pflegen
KI-Tools bewerten, freigeben und dokumentieren
AI-Literacy-Schulungen organisieren (Art. 4 EU AI Act)
KI-Inventar / Register der eingesetzten Systeme führen
Risikoklassifizierung nach EU AI Act vornehmen
Schnittstelle zu Datenschutz, Betriebsrat und Geschäftsführung
Vorfälle, Halluzinationen und Beschwerden dokumentieren
Transparenzpflichten gegenüber Kund:innen umsetzen
03
Pflichten nach EU AI Act – was Art. 4 konkret verlangt
Seit 2. Februar 2025 ist Art. 4 EU AI Act in Kraft: Anbieter und Betreiber von KI-Systemen müssen sicherstellen, dass ihr Personal über ein "ausreichendes Maß an KI-Kompetenz" verfügt. Das gilt für alle Unternehmen, die ChatGPT, Copilot oder ähnliche Tools beruflich einsetzen – unabhängig von Branche und Größe. Konkret heißt das: Sie brauchen einen dokumentierten Schulungsnachweis pro Mitarbeitenden, eine schriftliche KI-Richtlinie, eine Risikobewertung pro Tool und ein Verfahren für den Umgang mit Hochrisiko-Anwendungen. Ab 2. August 2026 gelten zusätzlich die Pflichten für General-Purpose-AI-Modelle (Art. 51 ff.) und der vollständige Anwendungsrahmen für Hochrisiko-Systeme (Anhang III). Der KI-Beauftragte ist die Person, die diese Pflichten im Unternehmen operationalisiert: Er oder sie führt das KI-Register, plant die Schulungen, dokumentiert Risikobewertungen und steht im Audit-Fall der Aufsichtsbehörde Rede und Antwort. Bußgelder bei Verstößen reichen bis 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes – mehr als die DSGVO.
04
Wer eignet sich als KI-Beauftragter?
Die Rolle braucht eine Kombination aus drei Kompetenzfeldern: technisches Grundverständnis (wie funktionieren Large Language Models, was sind Halluzinationen, was ist Retrieval-Augmented Generation), rechtliches Wissen (EU AI Act, DSGVO, Urheberrecht, Betriebsverfassungsrecht) und organisatorische Erfahrung (Richtlinien schreiben, Schulungen organisieren, Stakeholder einbinden). In der Praxis kommen am häufigsten in Frage: Datenschutzbeauftragte mit KI-Zusatzqualifikation, IT-Leiter:innen mit Compliance-Erfahrung, Compliance- oder Qualitätsmanager:innen, Digitalisierungsverantwortliche oder Stabsstellen-Mitarbeitende mit direkter Anbindung an die Geschäftsführung. Die Rolle muss nicht zwingend Vollzeit sein – in KMU reichen oft 4–8 Stunden pro Woche, sofern die Person ausreichend qualifiziert ist und ein klares Mandat von der Geschäftsführung hat.
Datenschutzbeauftragte mit KI-Zusatzqualifikation
IT-Leitung mit Compliance-Erfahrung
Compliance- oder Qualitätsmanager:innen
Digitalisierungs- / Innovations-Verantwortliche
Stabsstellen mit direktem Berichtsweg zur Geschäftsführung
05
KI-Beauftragter vs. Datenschutzbeauftragter – wo liegt der Unterschied?
Beide Rollen überschneiden sich, sind aber nicht identisch. Der Datenschutzbeauftragte (DSB) ist nach DSGVO Art. 37 in vielen Unternehmen verpflichtend und kümmert sich um personenbezogene Daten. Der KI-Beauftragte betrachtet das gesamte KI-System – inklusive Modellverhalten, Trainingsdaten, Bias, Transparenz und Anwendungsrisiken. In Personenidentität ist das möglich und in KMU oft sinnvoll, in größeren Unternehmen empfehlen wir eine klare Trennung mit definierten Schnittstellen. Wichtig: Auch wenn DSB und KI-Beauftragter dieselbe Person sind, müssen beide Rollen schriftlich getrennt dokumentiert werden – inkl. Stellenbeschreibung, Bestellung und Schulungsnachweis.
06
Schritt-für-Schritt: KI-Beauftragten im Unternehmen einsetzen
So gehen Sie vor: Schritt 1 – Mandat klären: Die Geschäftsführung beschließt formal die Einrichtung der Rolle, definiert Berichtsweg und Stundenbudget. Schritt 2 – Person auswählen: Intern (DSB, IT-Leitung, Compliance) oder extern (externer KI-Beauftragter als Dienstleistung). Schritt 3 – Qualifizieren: Die Person besucht eine Schulung zum KI-Beauftragten (1–2 Tage), erhält ein Teilnahmezertifikat und einen Praxisleitfaden. Schritt 4 – Bestandsaufnahme: Welche KI-Tools werden aktuell im Unternehmen genutzt? (Inkl. Schatten-IT wie privat angelegte ChatGPT-Konten.) Schritt 5 – Richtlinie & Register: Schriftliche KI-Richtlinie, KI-Register, Risikoklassifizierung. Schritt 6 – Schulung der Belegschaft: AI-Literacy-Schulung nach Art. 4 EU AI Act für alle, die KI nutzen. Schritt 7 – Betrieb & Review: Vierteljährliches Review, jährliche Auffrischung, Audit-Vorbereitung. Eine realistische Einführung dauert in KMU 6–12 Wochen.
07
Unsere Schulung zum KI-Beauftragten
JobTalentz bietet eine 1- bis 2-tägige Schulung, die Ihren KI-Beauftragten praxisnah qualifiziert. Sie lernen die Rolle aus juristischer, technischer und organisatorischer Sicht kennen, arbeiten an konkreten Vorlagen (KI-Richtlinie, KI-Register, Risikobewertung, Schulungskonzept) und nehmen am Ende ein Starter-Kit mit ins Unternehmen. Die Schulung wird durchgeführt von Rogee Wildung, MMAI® zertifizierter KI-Trainer, und schließt mit einem Teilnahmezertifikat ab, das als Qualifikationsnachweis nach Art. 4 EU AI Act dient. Inhouse, online oder hybrid – auf Deutsch oder Englisch.
Tag 1: Rolle, EU AI Act, DSGVO, Haftung
Tag 1: KI-Richtlinie und KI-Register aufsetzen (mit Vorlagen)
Rogee Wildung ist MMAI® zertifizierter KI-Trainer und Gründer von JobTalentz mit Sitz in Osnabrück. Er schult seit 2023 KI-Beauftragte, Geschäftsführungen und Mitarbeitende in Mittelstand, Handwerk, öffentlicher Verwaltung und Steuerkanzleien. Schwerpunkte: EU AI Act, AI Literacy, generative KI im Arbeitsalltag und Aufbau interner KI-Governance.
Diese Inhalte für Ihr Unternehmen?
Wir passen die Schulung an Ihre Branche, Tools & Use-Cases an. Fordern Sie jetzt ein unverbindliches Angebot an.
Antwort in 24h (Mo–Fr) Kostenlos & unverbindlich Individuelles Angebot
Erfüllt die AI-Literacy-Anforderung des EU AI Act (Art. 4)
Teilnahmezertifikat MMAI® zertifizierter Trainer
Inhouse, online oder hybrid – Deutsch oder Englisch
Für wen geeignet
Geschäftsführung & Inhaber:innen
Datenschutzbeauftragte mit KI-Verantwortung
Compliance- & IT-Leitung
Künftige KI-Beauftragte / AI Officer
Stabsstellen Digitalisierung & Innovation
Glossar
Begriffe, die Sie kennen sollten
Kompakte Definitionen zu EU AI Act, AI Literacy, Prompting & Co. – ohne Tech-Jargon.
KI-Beauftragter
Verantwortliche Person für den rechtssicheren und produktiven KI-Einsatz im Unternehmen. Synonyme: AI Officer, KI-Verantwortlicher.
EU AI Act
Verordnung (EU) 2024/1689 zur Regulierung von KI-Systemen. Schrittweise in Kraft ab Februar 2025.
AI Literacy
Angemessene KI-Kompetenz aller Personen, die im Unternehmen mit KI arbeiten – nach Art. 4 EU AI Act verpflichtend.
Hochrisiko-KI
KI-Systeme nach Anhang III EU AI Act (z. B. HR-Auswahl, Kreditwürdigkeit, kritische Infrastruktur) mit erhöhten Anforderungen.
KI-Register
Internes Verzeichnis aller im Unternehmen eingesetzten KI-Systeme inkl. Zweck, Datenfluss und Risikoklassifizierung.
FAQ
Häufige Fragen
Ist ein KI-Beauftragter im Unternehmen Pflicht?
Der EU AI Act schreibt die formale Bestellung eines KI-Beauftragten nicht explizit vor – wohl aber Pflichten (AI Literacy, Risikobewertung, Dokumentation, Transparenz), die ohne eine verantwortliche Person nicht erfüllbar sind. Faktisch braucht jedes Unternehmen, das KI einsetzt, eine zuständige Rolle.
Was ist der Unterschied zwischen KI-Beauftragtem und Datenschutzbeauftragtem?
Der DSB kümmert sich um personenbezogene Daten nach DSGVO. Der KI-Beauftragte betrachtet das gesamte KI-System – inkl. Modellverhalten, Bias, Transparenz, Schulungspflichten und EU AI Act. In KMU kann beides dieselbe Person sein, die Rollen müssen aber separat dokumentiert werden.
Welche Qualifikation braucht ein KI-Beauftragter?
Eine Kombination aus technischem Grundverständnis (LLMs, Halluzinationen, Datenschutz), Rechtswissen (EU AI Act, DSGVO) und Organisationskompetenz. Eine 1- bis 2-tägige Schulung zum KI-Beauftragten mit Teilnahmezertifikat ist in der Praxis Standard.
Kann ein externer Dienstleister die Rolle übernehmen?
Ja. Gerade in KMU ist ein externer KI-Beauftragter eine sinnvolle Option – ähnlich wie beim externen Datenschutzbeauftragten. Wichtig: ein klares Mandat, definierte Kontaktpunkte im Unternehmen und regelmäßige Vor-Ort-Termine.
Wie viel Zeit braucht die Rolle im Tagesgeschäft?
In KMU realistisch 4–8 Stunden pro Woche, in Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden 1–2 Tage. Initial (erste 3 Monate) deutlich mehr für Bestandsaufnahme, Richtlinie und Schulungen.
Welche Strafen drohen bei Verstößen gegen den EU AI Act?
Bis 35 Mio. € oder 7 % des weltweiten Jahresumsatzes (je nachdem, was höher ist) – höher als die DSGVO. Verstöße gegen Art. 4 (AI Literacy) bis 15 Mio. € oder 3 % Jahresumsatz.
Wann tritt der EU AI Act vollständig in Kraft?
Stufenweise: Art. 4 (AI Literacy) und Art. 5 (verbotene Praktiken) seit 2. Februar 2025. General-Purpose-AI-Pflichten ab 2. August 2025. Hochrisiko-Systeme nach Anhang III ab 2. August 2026. Vollständige Anwendung ab 2. August 2027.
Bekomme ich ein Zertifikat?
Ja, alle Teilnehmenden erhalten ein Teilnahmezertifikat, ausgestellt durch einen MMAI® zertifizierten KI-Trainer. Das Zertifikat dient als Qualifikationsnachweis nach Art. 4 EU AI Act.
Inhouse oder online?
Beides ist möglich – inhouse bei Ihnen vor Ort, online über Zoom oder Teams oder als Hybridformat. Sprache: Deutsch oder Englisch.
Was kostet die Schulung?
Sie erhalten ein individuelles Angebot nach einem kostenlosen Vorgespräch. Faktoren: Teilnehmerzahl, Format (1 oder 2 Tage), Inhouse oder online, Sprache.
Bereit, KI in Ihrem Team produktiv zu machen?
Wir erstellen Ihnen ein passgenaues Angebot – Inhalte, Termin & Format auf Ihr Unternehmen abgestimmt.
Antwort in 24h (Mo–Fr) Kostenlos & unverbindlich Individuelles Angebot
Rogee Wildung ist MMAI® zertifizierter KI-Trainer und Geschäftsführer von JobTalentz. Seit 2022 schult er Mittelstand, Handwerk und Verwaltung in praxisnaher KI-Anwendung – mit Fokus auf EU AI Act, Datenschutz und produktivem Arbeiten mit ChatGPT, Copilot & Co.
MMAI® zertifiziert EU AI Act Experte 500+ geschult Trainer seit 2022
Zuletzt aktualisiert: 15. Juni 2026 · Autor: Rogee Wildung
Ob ChatGPT-Schulung, EU-AI-Act-Pflichtschulung, KI-Workshop in Ihrer Stadt oder Branchenfortbildung – hier finden Sie alle Themen, die wir für Mittelstand, Handwerk, Verwaltung und Steuerkanzleien anbieten.